AusgangslageWir empfehlen nur, was wir selbst benutzen
Diese Referenz hat keinen anonymen Kunden. Der Kunde sind wir. Alles, was wir Unternehmen als Open-Source-Infrastruktur anbieten, läuft bei uns selbst im Alltag, mit zwei Teams, Kundenprojekten, Buchhaltung und Hosting für Dritte. Wenn etwas nicht taugt, merken wir es zuerst.
Entscheidend war nie Ideologie, sondern Kontrolle: Wo liegen unsere Daten und die unserer Kunden, wer kann Preise ändern, was passiert, wenn ein Anbieter ein Produkt einstellt. Die Antwort war in fast jedem Bereich ein offenes Werkzeug auf eigener Hardware.
LösungWas bei uns läuft
Server und Virtualisierung
Proxmox auf eigener Hardware im IT Paradies Jena und in einem deutschen Rechenzentrum, Linux auf jedem Server, Proxmox Backup Server mit Kopie außer Haus. Container mit Docker.
Dateien und Zusammenarbeit
Nextcloud für Dateien, Kalender, Kontakte und Freigaben an Kunden, mit ONLYOFFICE für gemeinsame Dokumente. Kein Microsoft 365 für den Alltag.
Kommunikation
Mattermost als Team-Chat, auch für Kundenprojekte mit externen Gästen. Eigener Mailserver mit SPF, DKIM und DMARC, Kalender und Adressbücher aus der Nextcloud.
Projekte und Tickets
OpenProject für Projektplanung und Zeiterfassung, Redmine für Tickets und Entwicklungsaufgaben, verbunden mit dem Chat.
Web und Analyse
WordPress und WooCommerce für unsere Website und die Shops unserer Kunden, Matomo für Webanalyse ohne Cookie-Banner, alles selbst gehostet.
Automatisierung und KI
n8n für Abläufe zwischen Mail, Tickets, Buchhaltung und Chat. Lokale Sprachmodelle mit Ollama auf einem eigenen GPU-Server, Wissensdatenbank über unsere Dokumentation. Vaultwarden für Passwörter.
Dazu Monitoring mit Prometheus und Grafana, zentrale Anmeldung per LDAP, Firewalls mit OPNsense und Netzwerk mit Ubiquiti. Software mit Lizenz pro Nutzer setzen wir dort ein, wo Kunden sie verlangen, zum Beispiel Microsoft 365 oder Adobe, nicht als Grundlage.
ErgebnisWas wir daraus gelernt haben
- Betrieb kostet Zeit. Updates, Backups und Monitoring müssen jemandem gehören, sonst wird aus Souveränität Verwahrlosung. Bei uns ist das ein fester Teil der Wochenplanung.
- Die Migration ist der teure Teil, nicht die Software. Dateien, Kalender und Gewohnheiten umziehen dauert länger als jede Installation.
- Nicht alles muss offen sein. Entscheidend ist, dass Daten exportierbar bleiben und kein Anbieter allein über den Preis bestimmt.
- Was wir Kunden empfehlen, haben wir vorher selbst ausgehalten: den Umstieg, die Rückfragen, die Ausnahmen.






