KI für Arztpraxen: Dokumentation und Verwaltung entlasten
Kurz gesagt
Wir richten für Arztpraxen und MVZ Sprachmodelle ein, die lokal in der Praxis laufen und Verwaltungsarbeit abnehmen: Arztbriefe aus dem Diktat, Posteingang sortieren, Anfragen vom Telefon erfassen, Schreiben an Kassen und Versicherungen vorbereiten. Keine Diagnostik, keine Cloud, Patientendaten bleiben in der Praxis. Für Praxen in Jena und Thüringen.
Fachlich geprüft von Marcel, IT-Admin & Webentwickler · Stand Oktober 2026
Zum AnfassenVom Anruf zum Termin
Was passiert, wenn ein digitaler Assistent in der Praxis ans Telefon geht? Schritt für Schritt, mit Kennzeichnung, Terminvorschlag und dem Rückfall an den Menschen.
Eingang
„Guten Tag, hier Beispiel. Ich bräuchte einen Termin zur Blutabnahme, am liebsten Dienstag früh.“
Ansage vorab: „Sie sprechen mit dem digitalen Assistenten der Praxis. Sagen Sie jederzeit ‚Mitarbeiter‘, um durchgestellt zu werden.“
KI bereitet vor
Ich bräuchte einen Termin zur Blutabnahme, am liebsten Dienstag früh.
Di 21.10.07:30 frei07:45 frei08:00 belegt
„Dienstag, 21. Oktober um 7:30 Uhr ist frei. Bitte kommen Sie nüchtern. Passt das?“
Mensch entscheidet
„Ja, passt.“
„Ich habe seit heute Morgen starke Schmerzen in der Brust.“
Notfallstichwort erkannt: sofortige Weiterleitung an die Anmeldung, Hinweis auf 112.
Fiktiver Fall mit erfundenen Namen. Die KI entscheidet nichts allein, jeder Schritt hat eine Prüfung durch Menschen. Keine Diagnose, keine Unterscheidung nach Versichertenstatus, Nutzung freiwillig.
Was bei dir anders istPatientendaten sind die sensibelsten Daten, die es gibt
Gesundheitsdaten gehören zu den besonders geschützten Kategorien der DSGVO, und die ärztliche Schweigepflicht ist nach § 203 StGB strafbewehrt. Ein Arztbrief in einem Cloud-Chat ist deshalb keine Kleinigkeit, auch wenn es bequem wäre.
Gleichzeitig ist der Verwaltungsaufwand in Praxen so hoch wie nie: Dokumentation, Arztbriefe, Anfragen von Kassen, Rezeptwünsche per Telefon, Befunde per Fax, die jemand einsortieren muss. Genau dort hilft ein Sprachmodell, wenn es auf einem Rechner in der Praxis läuft und nichts nach außen schickt.
Das Praxisverwaltungssystem bleibt das führende System, und die Telematikinfrastruktur bleibt der Weg für eRezept, eAU und elektronische Patientenakte. Die KI arbeitet daneben: Sie liest Diktate und Dokumente, erstellt Entwürfe und sortiert. Was in die Patientenakte kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
LeistungsumfangWas KI in der Praxisverwaltung übernimmt
Arztbrief aus dem Diktat
Du diktierst nach dem Patientenkontakt, die Spracherkennung läuft lokal, das Sprachmodell formt daraus einen Briefentwurf im Stil deiner Praxis. Du liest, korrigierst, gibst frei. Keine Audiodatei verlässt das Haus.
Posteingang sortieren
Befunde, Arztbriefe, Anfragen von Kassen und Versicherungen kommen per Fax, E-Mail und Post. Die KI erkennt Absender und Anliegen, ordnet den Vorgang zu und legt ihn dem richtigen Arbeitsplatz vor.
Telefon entlasten
Rezept- und Terminwünsche, die auf dem Anrufbeantworter oder über die Website eingehen, werden transkribiert, in eine Liste sortiert und der Anmeldung strukturiert vorgelegt, statt dreißig Mal Abhören.
Schreiben und Bescheinigungen
Antworten an Kassen, Anträge, Stellungnahmen, Bescheinigungen: Entwurf durch die KI aus deinen Vorlagen, Prüfung und Unterschrift durch dich.
Praxiswissen durchsuchbar
QM-Handbuch, Hygieneplan, Geräteanleitungen, interne Abläufe: Neue MFA fragen die KI statt die Kollegin. Antworten kommen mit Fundstelle im Dokument.
Betrieb und Rechte
Wer was sehen darf, gilt auch für die KI. Wir richten Rollen ein, protokollieren, halten Modelle aktuell und übernehmen auf Wunsch den laufenden Betrieb.
GrenzenWas die KI in der Praxis nicht tut
Sie stellt keine Diagnosen, schlägt keine Therapien vor und bewertet keine Befunde. Dafür gibt es zugelassene Medizinprodukte mit eigenen Regeln, das ist ein anderes Feld. Sie schreibt auch nichts eigenständig in die Patientenakte und schickt nichts an Patienten oder Kassen. Jede Ausgabe ist ein Entwurf, den ein Mensch prüft. Wir sagen das so deutlich, weil die Grenze zwischen Verwaltung und Medizin für Haftung und Zulassung entscheidend ist.
AblaufSo kommt die KI in die Praxis
- 1 Termin
Aufgaben sammeln
Wir sprechen mit Praxisleitung und Anmeldung: Wo geht Zeit verloren? Meist sind es Arztbriefe, Post und Telefon. Wir wählen einen Anwendungsfall für den Start.
- 2 Wochen
Test ohne Patientendaten
Du probierst den Anwendungsfall auf unserer Testumgebung aus, mit fiktiven Unterlagen. Erst danach fällt die Entscheidung für Hardware.
- 2 bis 4 Wochen
Aufbau in der Praxis
Gerät, Modelle, Oberfläche, Anbindung an Diktat, Fax und E-Mail, Rechtekonzept. Abgestimmt mit deinem PVS-Betreuer, damit sich nichts in die Quere kommt.
- laufend
Einweisung und Betrieb
Kurze Schulung für Ärzte und MFA, dann Updates, Modellpflege und weitere Anwendungsfälle im Praxisalltag.
Ehrlich gesagtWovon der Aufwand abhängt
Wir nennen dir einen verbindlichen Rahmen, sobald wir diese Punkte kennen.
- AnwendungsfälleArztbrief aus dem Diktat ist schnell eingerichtet. Posteingang mit Fax, E-Mail und Scanner braucht mehr Anbindung.
- Zahl der ArbeitsplätzeEine Einzelpraxis kommt mit einem kompakten Gerät aus. Ein MVZ mit mehreren Standorten braucht mehr Leistung und ein Netzkonzept.
- PraxisverwaltungssystemOb und wie Dokumente aus dem PVS heraus- und wieder hineinkommen, hängt von den Schnittstellen des Herstellers ab. Das prüfen wir vorab.
- Vorlagen und StilJe mehr Musterbriefe und Vorlagen du hast, desto schneller trifft die KI deinen Ton.
FAQFragen aus Praxen
Darf eine KI überhaupt Patientendaten verarbeiten?
Innerhalb der Praxis, auf eigener Hardware, unter deiner Kontrolle: Das ist datenschutzrechtlich eine andere Situation als ein Cloud-Dienst, an den Daten übermittelt werden. Wie du das in deinem Verarbeitungsverzeichnis und gegenüber deinem Datenschutzbeauftragten abbildest, klären wir gemeinsam. Rechtsberatung ist das nicht.
Stellt die KI Diagnosen?
Nein. Sie übernimmt Verwaltung und Dokumentation: Briefe, Post, Telefonanliegen, Schreiben. Medizinische Bewertung ist ein Feld für zugelassene Medizinprodukte, und dort arbeiten wir nicht.
Wie läuft das mit dem Arztbrief konkret?
Du diktierst wie bisher, per Handmikrofon oder Smartphone-App im Praxisnetz. Die Spracherkennung läuft auf dem Gerät in der Praxis, das Sprachmodell erstellt daraus den Briefentwurf nach deiner Vorlage. Du korrigierst im Editor und übernimmst den Text ins PVS.
Kann die KI ans Telefon gehen?
Sie kann Anrufe auf dem Anrufbeantworter und Anfragen über die Website auswerten und der Anmeldung als sortierte Liste vorlegen. Einen sprechenden Telefonassistenten, der mit Patienten Gespräche führt, bauen wir nicht, die Fehlerquote ist dafür zu hoch und die Erwartung der Anrufer eine andere.
Funktioniert das mit unserem Praxisverwaltungssystem?
Das hängt vom System ab. Viele PVS bieten Schnittstellen für Dokumentenimport und -export; die nutzen wir. Wo es keine gibt, arbeitet die KI mit dem, was auf dem Netzlaufwerk oder im Scanner-Ordner liegt. Wir prüfen das vor dem Angebot.
Was passiert, wenn die KI einen Fehler macht?
Jeder Text ist ein Entwurf, den ein Mensch liest, bevor er in die Akte oder nach draußen geht. Bei Zusammenfassungen liefert die KI die Fundstelle im Original. Das Vieraugenprinzip bleibt, es geht nur schneller.
Wo steht das Gerät, und was ist mit der Telematikinfrastruktur?
Im Praxisnetz, meist im Technikraum oder neben dem Server. Die TI bleibt unberührt, die KI ist ein weiteres Gerät im Netz, das nichts nach außen sendet. Auf Wunsch betreiben wir es ohne Internetverbindung.
Passt dazuAuch für Arztpraxen
Die KI läuft auf der IT, die wir für Praxen ohnehin betreuen, Netzwerk, Datensicherung, Support. Und damit Patienten die Praxis finden und Termine online buchen, gibt es unser Team Web & Marketing: IT für Arztpraxen und Online-Marketing für Arztpraxen.
Auch für Arztpraxen: IT für ArztpraxenOnline-Marketing für Arztpraxen
Schreib uns!
Sag uns, welche Verwaltungsaufgabe in deiner Praxis am meisten Zeit kostet. Wir sagen dir, ob eine lokale KI sie übernehmen kann, und zeigen es dir mit fiktiven Daten.
