IT für Arztpraxen & MVZ in Thüringen
Kurz gesagt
Wir betreuen die IT von Arztpraxen, Zahnarztpraxen und MVZ in Jena und Thüringen: Praxisverwaltungssystem, Telematikinfrastruktur, Praxisnetz, Datensicherung und die Maßnahmen aus der IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV. Wartungsarbeiten legen wir außerhalb der Sprechzeiten. Patientendaten bleiben in der Praxis.
Fachlich geprüft von Marcel, IT-Admin & Webentwickler · Stand Oktober 2026
Zum AnfassenPraxisnetz, TI-Zone, Patienten-WLAN
Konnektor oder TI-Gateway, Kartenterminal, PVS, Laborgerät: Klick auf ein Gerät oder spiel durch, was beim Einlesen einer Karte passiert.
Praxisnetz, TI-Zone und Patienten-WLAN: Klick auf ein Gerät oder spiel durch, was beim Einlesen einer Karte passiert.
Geräte als Liste
- Firewall (Serverraum, Technik): Trennt Praxisnetz, Geräte und Patienten-WLAN. Fernwartung nur über VPN.
- Konnektor oder TI-Gateway (Serverraum, Technik): Die Verbindung zur Telematikinfrastruktur: als Box vor Ort (Konnektor) oder als TI-Gateway im Rechenzentrum über VPN. Ohne gesteckten Praxisausweis (SMC-B) keine Verbindung.
- PVS-Server (Serverraum, Technik): Praxisverwaltungssystem mit Patientendaten. Sicherung nach KBV-Richtlinie, Zugriff nur aus dem Praxisnetz.
- Kartenterminal (Büronetz): Zugelassenes Kartenterminal am Empfang: liest Versichertenkarte und Praxisausweis.
- Patienten-WLAN (Gast- oder Patientennetz): Eigenes Netz fürs Wartezimmer. Kommt ins Internet, nie an den PVS-Server.
- Arbeitsplatz Behandlung (Büronetz): Arbeitsplatz mit PVS-Zugriff, Kartenleser für den Heilberufsausweis.
- Laborgerät (Gerätenetz): Analysegerät mit Herstellersoftware: eigenes Segment, Updates nur nach Freigabe.
- KIM (Büronetz): Kommunikation im Medizinwesen: eAU, Arztbriefe, sicher über die TI.
BrancheWas in einer Praxis anders ist
Eine Praxis ist kein Büro mit Wartezimmer. Drei Punkte, die die IT bestimmen.
IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt Vertragsarztpraxen konkrete Maßnahmen zur IT-Sicherheit vor, gestaffelt nach Praxisgröße, von der Absicherung der Arbeitsplätze über den Umgang mit mobilen Geräten bis zur Netzsicherheit. Die Umsetzung ist zu dokumentieren. Für ein MVZ gelten mehr Anforderungen als für eine kleine Einzelpraxis.
Telematikinfrastruktur
Konnektor oder TI-Gateway, Kartenterminals, KIM, eRezept, ePA: Die TI ist ein eigenes Netz mit eigenen Regeln, und sie hängt an deiner Internetverbindung und deinem Praxisverwaltungssystem. Fällt sie aus, stockt der Empfang, und die Abrechnung wird zur Nacharbeit.
Sprechzeiten sind tabu
Zwischen zwei Patienten ist keine Zeit für ein Update. Ein Neustart des Servers um zehn Uhr ist kein Wartungsfenster, sondern ein Ausfall. Praxis-IT wird vor der Sprechstunde, mittwochnachmittags oder abends gewartet.
Dazu kommt: Gesundheitsdaten zählen nach der DSGVO zu den besonders geschützten Datenkategorien. Das erhöht die Anforderungen an Verschlüsselung, Zugriffsrechte und daran, welche Dienstleister und Cloud-Angebote du überhaupt einsetzen darfst.
LeistungsumfangWas Praxis-IT bei uns umfasst
Bei der Telematikinfrastruktur arbeiten wir mit deinem PVS-Anbieter zusammen. Alles um die Fachsoftware herum ist unsere Aufgabe.
Praxis-IT und Support
Arbeitsplätze an Anmeldung und in den Behandlungszimmern, Server, Drucker, Kartenterminals. Wir betreuen die Technik mit festen Reaktionszeiten und legen Arbeiten in die Randzeiten.
Telematikinfrastruktur
Konnektor oder TI-Gateway, KIM-Postfach, eRezept, ePA, Kartenterminals: Wir richten ein, halten die Komponenten aktuell und sind da, wenn morgens kein Kartenterminal antwortet.
KBV-Richtlinie umsetzen und dokumentieren
Wir gehen die Anforderungen für deine Praxisgröße durch, setzen die technischen Maßnahmen um und erstellen die Dokumentation, die du gegenüber deiner KV vorlegen kannst. Mehr unter Cyber Security.
Backup und Notfallplan
Tägliche geprüfte Sicherung des PVS und der Bilddaten, eine Kopie außer Haus, Wiederherstellung regelmäßig getestet. Damit ein Verschlüsselungstrojaner ein Ärgernis bleibt und keine geschlossene Praxis bedeutet.
Praxisnetz und WLAN
Getrennte Netze für Anmeldung, Behandlung, medizinische Geräte und Patienten-WLAN. Ultraschall, Röntgen und Laborgeräte hängen nicht im selben Netz wie das Tablet im Wartezimmer. Mehr unter Netzwerk & WLAN.
PVS-Umfeld
Server, Datenbank und Arbeitsplätze rund um die Praxisverwaltungssoftware. Die Fachsoftware betreut ihr Hersteller, wir liefern die Umgebung und koordinieren Updates mit ihm.
AblaufDienstleisterwechsel, ohne dass die Praxis einen Tag stillsteht
Der Wechsel passiert außerhalb der Sprechzeiten und in Etappen. Dein bisheriger Dienstleister bleibt, bis wir übernommen haben.
- 1 Termin nach der Sprechstunde
Bestandsaufnahme
Server, Arbeitsplätze, TI-Komponenten, Backup, Netz, vorhandene Dokumentation zur KBV-Richtlinie. Wir schauen, verändern nichts und sagen dir, was dringend ist.
- 1 bis 2 Wochen
Übergabe
Zugänge zu Server, Konnektor und PVS-Umgebung, Verträge, Lizenzen. Fehlende Dokumentation legen wir neu an. Der bisherige Vertrag läuft weiter.
- 2 bis 4 Wochen
Übernahme in Etappen
Erst Monitoring und Backup, dann Support, dann die offenen Punkte aus der Richtlinie. Jeder Eingriff außerhalb der Sprechzeiten, mit Rückweg, falls etwas nicht wie erwartet läuft.
- 30 Minuten im Team
Einweisung
Wie meldet die Anmeldung eine Störung? Woran erkennt man eine gefälschte Rechnung im KIM-Postfach? Kurz und praktisch, im Wartezimmer nach Feierabend.
- laufend
Betreuung
Updates in Randzeiten, Monitoring der TI-Komponenten, jährliche Prüfung der Richtlinien-Dokumentation. Ein fester Ansprechpartner, der die Praxis kennt.
Ehrlich gesagtWovon der Aufwand abhängt
Wir nennen dir einen verbindlichen Rahmen, sobald wir diese Punkte kennen, meist nach dem ersten Termin.
- Praxisgröße und StandorteDie KBV-Richtlinie staffelt nach Größe, und ein MVZ mit drei Betriebsstätten braucht eine andere Netzstruktur als eine Einzelpraxis.
- PVS und GeräteanbindungWie viele medizinische Geräte hängen im Netz, und mit welchem Betriebssystem? Röntgen- und Laborgeräte mit altem Windows kosten Planungszeit.
- Zustand der TI-KomponentenEin aktueller Konnektor mit gepflegter Firmware ist schnell übernommen. Auslaufende Komponenten müssen getauscht werden.
- Vorhandene DokumentationLiegt schon ein Verzeichnis der Maßnahmen zur Richtlinie vor, oder fangen wir bei null an?
- ÖffnungszeitenJe kleiner die Wartungsfenster, desto mehr Termine braucht die Umstellung.
FAQFragen, die uns Praxen stellen
Muss ich die KBV-Richtlinie wirklich umsetzen, und wer kontrolliert das?
Die Richtlinie ist für Vertragsarztpraxen verbindlich. Wie und wann deine KV die Umsetzung prüft, regelt sie selbst; die KV Thüringen informiert dazu auf ihrer Website. Unabhängig von Kontrollen sind die Maßnahmen sinnvoll, weil sie genau die Lücken schließen, über die Praxen angegriffen werden.
Betreut ihr auch den Konnektor und die TI?
Ja, Einrichtung, Updates und Störungsbehebung an Konnektor oder TI-Gateway, Kartenterminals und KIM gehören dazu. Liegt eine Störung bei der TI selbst oder beim Anbieter, können wir sie nicht beheben, aber wir sagen dir schnell, wo das Problem liegt, und kümmern uns um den Kontakt.
An unserem Ultraschallgerät hängt ein Rechner mit altem Windows. Muss der weg?
Nicht zwingend. Viele Medizingeräte lassen sich nicht einfach aktualisieren, weil der Hersteller es nicht freigibt. Wir stellen solche Rechner in ein eigenes Netzsegment ohne Internetzugang und ohne Verbindung zur Anmeldung. Damit ist das Risiko eingegrenzt, und das Gerät läuft weiter.
Dürfen Patientendaten in die Cloud?
Nur unter engen Bedingungen und mit dem richtigen Vertrag. Wir empfehlen für Praxen die Datenhaltung im Haus oder auf einem Server in Deutschland, den du kontrollierst. Für den Austausch mit Kollegen und Patienten eignet sich Nextcloud auf eigener Infrastruktur; die Details klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten.
Wie schnell seid ihr da, wenn morgens um acht nichts geht?
Die Reaktionszeit steht im Vertrag. In der Praxis rufst du an, wir schalten uns per Fernzugriff auf, und die meisten Störungen sind damit gelöst. In Jena und Umgebung kommen wir bei Bedarf vor Ort, in Thüringen nach Absprache.
Wir haben schon einen PVS-Betreuer. Braucht es euch trotzdem?
Der PVS-Betreuer kümmert sich um die Fachsoftware. Netzwerk, Server, Backup, Sicherheitsmaßnahmen und Dokumentation sind meist nicht sein Thema, genau dafür sind wir da. Wir sprechen mit ihm, damit du nicht zwischen zwei Firmen vermitteln musst.
Was passiert bei einem Verschlüsselungstrojaner?
Wenn das Backup stimmt: Rechner isolieren, Daten aus der Sicherung zurückspielen, Praxis läuft weiter. Wenn das Backup nicht stimmt, wird es teuer und langsam. Deshalb testen wir die Wiederherstellung regelmäßig und halten eine Kopie außer Haus.
Passt dazuDie Leistungen hinter dieser Seite
Auch für Arztpraxen: Unsere anderen Bereiche haben eigene Seiten für Praxen, neue Patienten über Google und lokale KI für Arztbriefe und Dokumentation.
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