# Open Source

- Veröffentlicht: 2026-09-27
- Aktualisiert: 2026-09-27
- Quelle: https://art-kon-tor-digital.de/glossar/open-source/

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Glossar · IT & KI

# Open Source

Kurz gesagt

Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode offen einsehbar ist und die unter einer Lizenz steht, die Nutzung, Veränderung und Weitergabe erlaubt, etwa GPL, AGPL, MIT oder Apache. Für Unternehmen bedeutet das: keine Lizenzkosten pro Nutzer, keine Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller, Prüfbarkeit des Codes und die Freiheit, den Dienstleister zu wechseln. Linux, WordPress, Nextcloud, Matomo und viele KI-Modelle sind Open Source.

[Zur Leistung](/it/open-source-infrastruktur/)

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### Warum das für dich wichtig ist

Die Frage „Was passiert, wenn der Anbieter Preise erhöht, Funktionen streicht oder den Dienst einstellt?“ hat bei Open Source eine gute Antwort: Der Code bleibt, die Daten liegen in offenen Formaten, und jeder Dienstleister kann übernehmen. Das ist der Kern dessen, was unter dem Begriff digitale Souveränität diskutiert wird, für Behörden wie für Unternehmen.

Für Kanzleien, Praxen und Zulieferer mit Geheimhaltungspflichten kommt hinzu: Open-Source-Software lässt sich auf eigenen Servern betreiben. Der Datenstandort ist dann keine Vertragsklausel, sondern eine Adresse.

### Typische Missverständnisse

- Open Source heißt nicht kostenlos. Die Lizenz kostet nichts; Einrichtung, Betrieb, Support und Pflege kosten Zeit oder einen Dienstleister, meist trotzdem weniger als Abos pro Nutzer, aber nicht null.
- Open Source ist nicht unsicherer. Offener Code wird von vielen geprüft; Sicherheit hängt davon ab, wie schnell Updates eingespielt werden, nicht davon, ob der Code geheim ist.
- Nicht alles, was „open“ heißt, ist Open Source. Fair-Code-Lizenzen (etwa bei n8n) oder „Open Weights“ bei KI-Modellen haben Einschränkungen, lesen lohnt sich.
- Copyleft-Lizenzen wie die AGPL verpflichten zur Offenlegung eigener Änderungen, wenn die Software als Dienst für Dritte angeboten wird. Für den internen Betrieb spielt das keine Rolle.

### Wie wir damit arbeiten

Open Source ist unsere Standardwahl, nicht die Ausnahme: [Open-Source-IT-Infrastruktur](/it/open-source-infrastruktur/) mit Linux-Servern, Proxmox und zentraler Benutzerverwaltung, [Nextcloud](/it/nextcloud/) als Ablage, Matomo als Webanalyse, WordPress als CMS, offene Sprachmodelle auf dem [lokalen KI-Server](/ki/lokaler-ki-server/). Wo ein proprietäres Produkt die bessere Lösung ist, sagen wir das.

**Verwandte Begriffe:** [Nextcloud](/glossar/nextcloud/), [Matomo](/glossar/matomo/), [Lokale KI](/glossar/lokale-ki/)

## FAQHäufige Fragen zu Open Source

Ist Open-Source-Software für Unternehmen geeignet?
Ja. Große Teile der Infrastruktur im Internet laufen darauf, von Linux-Servern über Datenbanken bis zu Webservern. Entscheidend ist nicht die Lizenz, sondern ob es jemanden gibt, der die Software betreibt, aktualisiert und bei Problemen erreichbar ist, intern oder als Dienstleister.

Wer haftet, wenn Open-Source-Software einen Fehler hat?
Die Lizenzen schließen eine Haftung der Entwickler weitgehend aus; kommerzielle Lizenzverträge begrenzen die Haftung oft ebenfalls. Verlässlichkeit entsteht deshalb über den Betrieb: einen Dienstleister mit Vertrag, Reaktionszeiten und Verantwortung für Updates, oder eine Enterprise-Variante mit Herstellersupport, wo es sie gibt.

Was bedeutet digitale Souveränität?
Digitale Souveränität heißt, selbst entscheiden zu können, welche Software du nutzt, wo deine Daten liegen und mit wem du zusammenarbeitest, und diese Entscheidung auch wieder ändern zu können. Open Source ist dafür ein wichtiger Baustein, weil Code und Datenformate offen sind und jeder Dienstleister übernehmen kann. Dazu gehören aber auch Server mit bekanntem Standort und ein Betrieb, der nicht an einer einzelnen Person hängt.
